Oh, wie schön ist Panama

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Die Affäre um Briefkasten Firmen und Konten bewegt das Finanzsystem.  Ein System in dem jeder von uns eine Rolle hat.  Interessant ist an der aufgedeckten Realitystory wohl auch, wie sich derzeit das deutsche Bankensystem dazu positioniert. Gewusst haben sie davon. Aktiv gehandelt natürlich nicht. Wir können gespannt den Nachrichten folgen und sehen, welche weiteren Enthüllungen auf uns warten.

Der Welt-Wohlstandsbericht aus dem Jahr 2014, veröffentlicht in Der Tagesspielgel. In Deutschland gab es in dem Jahr rund 116.000 neue Dollar-Millionäre. Mehr Reiche in Deutschland, trotzdem leben die meisten Reichen auf der Welt immer noch in Nordamerika. Doch die Asiaten sind ihnen dicht auf den Fersen.

Vor allem die gute Entwicklung an den Aktienmärkten hat die Zahl der weltweit Reichen und Superreichen im vergangenen Jahr um knapp 1,8 Millionen auf 13,7 Millionen ansteigen lassen. Laut Welt-Wohlstandsbericht der Unternehmensberatung Cap Gemini und der Royal Bank of Canada kletterte ihr Vermögen um 14 Prozent auf den Rekordbetrag von insgesamt 52,6 Billionen Dollar (umgerechnet rund 38,7 Billionen Euro).

In Deutschland stieg die Zahl der Menschen, die über mindestens eine Million Dollar in bar, im Wertpapierdepot und in nicht selbst genutzten Immobilien verfügen, um rund 116 000 auf 1,1 Millionen. Dies ist weltweit Rang drei hinter den USA, wo es vier Millionen Millionäre gibt, und Japan (2,3 Millionen). „Hauptgrund für den zweitstärksten Anstieg seit dem Jahr 2000 waren die gute Wirtschaftslage und die gute Entwicklung der Aktienkurse“, sagte Klaus-Georg Meyer, Vize-Präsident bei Cap Gemini. Sogar um fast 16 Prozent erhöhte sich 2013 die Zahl der Menschen, die 30 Millionen Dollar und mehr ihr Eigen nennen. Von ihnen gab es Ende 2013 weltweit 128 300. Sie hielten fast 35 Prozent des Vermögens aller Reichen. 1,2 Millionen Menschen besaßen mehr als fünf Millionen Dollar.

Laut Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung lebten 2013 ganze 15 Prozent der Bevölkerung in Armut oder an der Armutsgrenze. Das sind rund zwölf Millionen Menschen, darunter allein 2,5 Millionen Kinder. Zum Vergleich: Im Jahr 2002 galten hierzulande noch 12,7 Prozent aller Einwohner als arm. Die Armut in Deutschland wächst. Betroffen sind vor allem kranke und alte Menschen, Niedriglöhner und Arbeitslose, kinderreiche Familien und Alleinerziehende. Unter den alleinerziehenden Eltern gelten 43 Prozent als arm.

Was heißt „relativ arm“?

In einem wohlhabenden Land wie Deutschland ist von „relativer Armut“ die Rede: Wer hierzulande wesentlich weniger besitzt als der Durchschnitt, ist arm. Meist bezieht sich die relative Armut auf das Einkommen. So bezeichnet die Weltgesundheitsorganisation WHO als arm, wer monatlich weniger als die Hälfte des Durchschnittseinkommens seines Landes zur Verfügung hat. Ein Armutsrisiko besitzt bereits, wer mit weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens auskommen muss. In Deutschland liegt demnach die Armutsgrenze 2013 bei einem Einkommen von rund 940 Euro im Monat.

Solche statistischen Armutsgrenzen sind umstritten, denn die sogenannte Einkommensarmut gibt den gesellschaftlichen Status nur unzureichend wieder. Faktoren wie Bildungsstand oder soziales Netz spielen ebenfalls eine große Rolle. Wie auch immer relative Armut beschrieben wird: Es geht um die ungleiche Verteilung von Chancen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

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